Ego & Co-Dependency

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Menschen suchen nach Vervoll-ständigung durch jemand Wichtiges, oder vielmehr durch das mentale Bild, das sie von jemandem als berühmte Person haben.

Co-Abhängigkeit und Ego sind ein weit verbreitetes Phänomen. Viele Menschen, insbesondere in der Kunst und Kultur stärken ihre Identität – das Konzept dessen, wer sie sind – durch die Assoziation mit anderen Künstlern, Labels oder Social Media Status. Sie selbst sind sich dessen nicht unbedingt bewusst, dass es ihnen nicht zum Beispiel um die Person an und für sich geht, sondern um die Stärkung ihres fiktiven Selbstgefühls.

„Name Dropping“, die beiläufige Erwähnung dessen, wen man kennt, für wen man arbeitet, ist beispielsweise eine Strategie des Egos, sich durch die Assoziation mit jemandem „wichtig“ eine überlegene Identität in den Augen anderer und damit auch in den eigenen Augen zu verschaffen.

Diese Überbewertung von Fame ist nur eine der vielen Erscheinungsformen der Kreativwirtschaft. Viele Leute identifizieren sich mit dem Bild, das Leute von ihnen haben, und sie beginnen sich tatsächlich als überlegen gegenüber anderen zu sehen. Dadurch werden sie sich selbst fremd und entfremden sich von anderen, abhängig von Popularität und Bekanntheit. Nur von Menschen umgeben, die ihr erhöhtes Selbstbild nähren, fallen echte Beziehungen schwer.

In Verbindung dazu steht die Co-Abhängigkeit, was bedeutet, dass wir uns auf schädliche und ungesunde Weise von anderen Menschen abhängig machen. Wir neigen dazu, andere Menschen (Partner, Eltern, Kinder, Verwandte, Freunde, Bekannte, Kollegen usw.) als Quelle unserer Identität, unseres Wertes und unseres Wohlbefindens zu definieren.

In der Kunst kann sich das auf verschiedene Weisen zeigen. Toxisch ist zum Beispiel die Erwartung, dass andere Künstler oder Menschen, die für oder mit Künstlern arbeiten, viel arbeiten, oft schlecht bezahlt bzw. umsonst oder für Sichtbarkeit. Das geht soweit, dass Menschen ungesunde Freundschaften mit Menschen pflegen, die die Karriere voranbringen könnten. Die Grenzen verschwimmen und dies wird häufig als normal angesehen.

Wie kannst du erkennen, ob du co-abhängig bist?

  • Scham und geringes Selbstwertgefühl – das Gefühl, nicht gut genug zu sein oder sich mit anderen zu vergleichen, oft mit Schuldgefühlen und Perfektionismus
  • People pleasing – Wenn „Nein“ Sagen Angstgefühle hervorruft mit dem Gefühl keine Wahl zu haben, oder das Opfern der eigenen Bedürfnisse, um anderen entgegenzukommen
  • Schwache Grenzen – was für physische Dinge wie Geld und Besitz gilt, gilt auch für Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse. Sich zu verantwortlich für die Gefühle anderer zu fühlen und die Schuld auf sich zu nehmen oder ihnen die Schuld für die eigenen Probleme geben
  • Reizbarkeit – sehr stark auf die Gedanken und Gefühle anderer reagieren, ihre Worte absorbieren, weil es gefühlt keine Grenze gibt. Entweder zu glauben, was sie sagen, oder sich verteidigen. Mit Grenzen könnte ihre Meinung als solche akzeptiert werden und nicht nicht als Angriff auf die eigene Person gesehen werden
  • Helfen wollen – wenn jemand anderes ein Problem hat, das Bedürfnis zu haben, es zu beheben und Ratschläge zu geben, auch wenn nicht darum gebeten wurde. Sich vielleicht sogar abgelehnt fühlen, wenn der Rat nicht befolgt wird. Den Selbstwert davon abhängig zu machen, ob man gebraucht wird
  • Dysfunktionale Kommunikation – oft basierend auf dem Bedürfnis, andere zu kontrollieren, wodurch Kommunikation manipulativ wird. Schwierigkeiten haben, ehrlich zu sein, aus Angst, jemand anderen zu verärgern, so dass Kommunikation unehrlich und verwirrend wird
  • Abhängigkeit – emotional, mental, finanziell. Das Bedürfnis von anderen gemocht zu werden, damit man sich wohler mit sich selbst fühlst. Die Angst zurückgewiesen oder allein zu sein
  • Verleugnung – keine Hilfe suchen wollen, um sich nicht dem Problem zu stellen, oft anderen oder der Situation die Schuld geben, keine Verantwortung für sich selbst übernehmen

Co-Abhängige leugnen im Allgemeinen ihre Co-Abhängigkeit und oft ihre Gefühle sowie ihre Bedürfnisse. Auf ähnliche Weise leugnen Narzissten Gefühle, insbesondere solche, die Verletzlichkeit ausdrücken. Sie werden Gefühle der “Schwäche” nicht zugeben, auch nicht sich selbst gegenüber. Sie verleugnen Gefühle und projizieren sie oft auf andere, die sie für „schwach“ halten, wie Sehnsucht, Traurigkeit, Ohnmacht, Schuld, Angst und Variationen davon.

Suchst du nach Möglichkeiten, diese Muster zu überwinden? Gemeinsam können wir daran arbeiten

  • zu verstehen, wie Co-Abhängigkeit für dich aussieht
  • Grenzen zu setzen
  • Verantwortung für dich selbst zu übernehmen, anstatt zu versuchen, andere zu verändern

Überlegst du, ein Coaching bei mir zu buchen oder interessierst dich für mein Angebot? Dann schreib mir gerne.

Ego & Co-Dependency

People are looking to complete themselves through someone important, or rather through the mental image they have of someone.

Ego and codependency are quite common. Many people want to enhance their identity – the mental image of who they are – through association with other artists, labels or social media status. They themselves may not  be aware of it, for instance that they are not interested in the other person, but only in strengthening their fictitious sense of self.

The phenomenon of “name dropping,” the casual mention of who you know, is part of the ego’s strategy of gaining a superior identity in the eyes of others and therefore in its own eyes through association with someone “important.”

This overvaluation of fame is just one of the many manifestations of creative industries. Some well known people fall into the same error and identify with the image people have created of them, and they begin to actually see themselves as superior to others.

As a result, they become more alienated from themselves and others, more dependent on their continuing popularity. Surrounded only by people who feed their inflated self-image, genuine relationships become challenging.

This phenomenon can also link to codependency, in the sense that we become dependent on other people in harmful and unhealthy ways. We tend to use other people (partners, parents, children, relatives, friends, acquaintances, colleagues, etc.) as a source of our identity, our worth and our wellbeing.

In creative industries it can display in various ways. For instance, the expectation that other artists or people that work for or with artists will work a lot, often badly paid or even for free, or ‘for exposure,’ is poisonous. From giving way too much time to critiquing or editing a friend’s piece, to helping someone process their way through their blockages, to keeping unhealthy friendships with people who might be able to advance our careers – and so on. Boundaries are getting blurry. And this phenomenon is normalized: because everyone does it.

How can you spot if you are codependent?

  • Shame and low self-esteem – not feeling that you are good enough or comparing yourself to others, often coupled with feelings of guilt and perfectionism
  • People pleasing – when saying “no” causes feelings of anxiety, you can often feel like you don’t have a choice and go out of your way by sacrificing your own needs to accommodate others
  • Poor boundaries – as much as this applies to physical things, such as money and belongings, it also applies to feelings, thoughts, and needs. Feeling too responsible for the way others are feeling and taking the blame, or blaming them for your problems
  • Reactivity – reacting heavily to others’ thoughts and feelings, absorbing their words because there is no boundary. You either believe what they’re saying or become defensive. With boundaries, you would accept it as their opinion and not a reflection of you, and would therefore not be threatened by disagreements
  • Caretaking – if someone else has a problem, you feel the need to fix it and offer advice even when it’s not asked for. You may even feel rejected if your advice isn’t followed; your self-worth is dependent on being needed
  • Dysfunctional communication – often based on the need to control others and so communication becomes manipulative. It can also be difficult to be truthful for fear of upsetting someone else, so communication becomes dishonest and confusing
  • Dependency – emotional, mental, financial. The need for others to like you for you to feel ok about yourself. The fear of being rejected or alone, even though you can function on your own
  • Denial – this can prevent you from seeking help as they may not be willing to face the problem, often blaming others or the situation

Codependents are generally in denial of their codependency and often their feelings and many of their needs. Similarly, narcissists deny feelings, particularly those that express vulnerability. They won’t admit to feelings of inadequacy, even to themselves. They disown and often project onto others feelings that they consider “weak,” such as longing, sadness, powerlessness, guilt, fear, and variations of them.

Are you looking for ways to overcome these patterns? Together we can work on

  • understanding how codependency looks like to you
  • establishing boundaries for yourself
  • taking responsibility for and letting yourself change, rather than trying to change others

Are you considering booking a coaching session with me or are you interested in my offer? Then feel free to write to me.